10.03.14 Schattenhaushalte

Schattenhaushalte sind Gift für die Zukunft!“

Würzburg 21, das neue Forum für Politik, Wissenschaft und Kultur hat sich wieder einmal das Thema Schattenhaushalte vorgenommen. Damit werden alle finanziellen Aktionen bezeichnet, die in Würzburg nicht über den offiziellen städtischen Haushalt abgebildet werden. „Wir hinterlassen unseren Kindern eine schwere Last“, so Reiner Lanowski. Konkret stellt Eckhard W. K. Beck die Bäder-GmbH der Stadt Würzburg in Frage. „Warum brauchen wir diese mit Aufsichtsrats-Versorgungs-Jobs für Stadträte? Warum sollen da Millionen € Schulden gemacht werden?“ Grund ist die 100%ige Fremdfinanzierung des neuen Nautiland mit geplanten 17 Millionen €. Wue21 ist der Meinung, dass eine Sanierung notwendig ist. Aber es sollte nicht über ein Bürgerbad hinausgehen. Beck: „Jedes Kind sollte die Chance haben Schwimmen zu lernen und auch seine Freizeit dort verbringen können. Wichtig ist so ein Bad auch noch für Schulen und Vereine.“ Wer jedoch ein Spaßbad wünscht der sollte dann in die umliegenden Städte fahren. Solches lässt sich nicht verwirklichen, vor allem nicht wenn dann der Eintrittspreis bei 2,50 € liegen soll. Das neue Nautiland kann solche Ansprüche nicht erfüllen. Die Zellerauer Bürger haben seinerzeit nicht Geld gesammelt um nun solche hochfliegende Pläne zu unterstützen. Ein weiterer Knackpunkt ist auch die geplante Saunalandschaft. „In einer Zeit wo Vereine sich schwer tun ihre eigenen Anlagen zu erhalten und auf dem freien Markt große Konkurrenz herrscht und keine Gewinne mehr erwirtschaftet werden können ist es Unfug eine solche Anlage ausschließlich mit Fremdkapital zu finanzieren. Es kann nicht Aufgabe einer Kommune sein hier tätig zu werden.“ so Beck und Lanowski einstimmig. Beide weisen dazu auf den Tennisboom hin, der ja auch in Würzburg dann Bauruinen hinterlassen hat. Dies solle sich nicht im Saunabereich wiederholen. Stadtrat Holger Grünwedel gibt dann noch zu bedenken: „Ab 2019, wenn die EU neue Bilanzierungsvorschriften vorgibt wird es für manche Kommune ein böses Erwachen geben. Schützen wir unsere Stadt also vor solchen neuen unnötigen Schulden in den Schattenhaushalten!“