17.07.14 Natur – Geschichten am Main

Geschichte und Geschichten am Main

Zu einer Führung mit IMG_20140713_161447Eckhard W. K. Beck hatte Wü21, das Forum für Kultur, Wissenschaft und Politik eingeladen. Trotz Dauerregen bis zum Beginn des Spazierganges wurde dann keiner nass und es gab sogar später Sonnenschein. Ab der alten Zufahrt zur früheren Fähre wurde linksmainisch gelaufen, über die Adenauer-Brücke dann die Seite gewechselt und zur Naturheilinsel gewandert. Es sollte ein kurzer Spaziergang werden, aber die zahlreichen Fragen und das umfangreiche Wissen von Beck ließen es einen langen Spaziergang werden. Schon allein die jüngste Vergangenheit, der Mainausbau und die damit verbundenen Änderungen am Main nahmen viel Raum ein. Positiv sind die neu angelegten Ausgleichsflächen als inzwischen schöne und wertvolle Biotope. Auch die ehemalige Fähre nach Randersacker, die Brücke, welche Opfer der Kriegshandlungen wurde, waren Thema. Angefangen hat Beck jedoch vor Millionen von Jahren, als der Main noch auf der fränkischen Platte in einem wärmeren Klima floss. Daher haben auch die Gerbrunner ihren Namen „Sandhasen“ her. Neuere Änderungen sind menschlich. So wurde einmal ein Durchstich geschaffen und der Main fließt dem Städtle entlang als Kanal. Um den dort schnelleren Fluss mit Schiffen zu befahren wurde auf Heidingsfelder Seite ein Treidelpfad geschaffen. Es ist heute ein Denkmal unserer Kultur und Naturnutzung. Auch die früher angelegten Buhnen sind technische Bauwerke um durch größere Fließgeschwindigkeit in der Mitte den damaligen Main zu vertiefen. Heute sind die Buhnen zum Teil verlandet oder wertvolle Biotope für den Fischnachwuchs. Zum Schlußhock wurde dann die Gaststätte auf der Naturheilinsel gewählt. Um dorthin zu kommen muss man jedoch den früheren Flusslauf überqueren der heute nur noch schönes Altwasser ist. Der ehemalige Stadtrat Holger Grünwedel regte an, dass man in Würzburg auch eine solche Geschichte, die der Natur, bekannter machen sollte. Vorsitzender Reiner Lanowski dankte Eckhard W. K. Beck und sagte zu, dass man in Zukunft weitere naturkundliche Spaziergänge plane.