13.10.14 Öffentlicher Personennahverkehr

Öffentlicher Personennahverkehr im Kreuzfeuer

Eingeladen hatten der demokratische Bürgerverein Heidingsfeld und WUE 21.

Gekommen war unter anderem der Sprecher von PROjekt Bahnhof, Eckhard Gunther Beck der anmahnte, dass man nach rund zehn Jahren des Bügerentscheides zu den Arcaden es keine Entwicklung am Bahnhof gibt. Wichtig sei aber eine Entwicklung am Hauptbahnhof, die durch einen Durchstich des Tunnels auf die andere Seite auch das dortige Gelände mit einbeziehe. So könne man dort z. B. den Fernbusverkehr abwickeln und auch großzügige Parkplätze schaffen.

Michael Ziegler vom Einzelhandelsverband das der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) für die Stadt und auch für den stationären Einzelhandel sehr wichtig sei, da die Chance bestehe, dass verstärkt Kunden in die Stadt kommen. Für Kunden wiederum sei es wichtig, schnell und komfortabel von A nach B zu kommen. Autofahren werde nicht billiger und ein Auto könne sich auch nicht jeder leisten. Deshalb sei auch der ÖPNV für das Umland von hoher Bedeutung. Insbesondere deshalb, da die Stadt auch in einem erheblichen Teil vom Umland lebe. Der Handelsverband Bayern setze sich daher für eine schlüssige Konzeption hinsichtlich einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung und guten Erreichbarkeit ein.

Der Landtagsabgeordnete Günther Felbinger sagte zu der Erweiterung der VVM nach Main-Spessart „im Fall des VVM hält es die Menschen davon ab, weil Kundenorientierung, Flexibilität, Familienfreundlichkeit und Preisgestaltung völlig daneben sind und den Entscheidungsträgern scheinbar egal sind. Das rechtliche Konstrukt VVM ist für mich schon deswegen hinterfragenswert“.

Er bedauerte dass die Akteure im ÖPNV lieber im Clinch zu liegen als miteinander reden. Es müsse ein Klima geschaffen werden, dass die vorhandenen Probleme dann lösen lässt im Sinne der Nutzer und verurteilte das Festhalten an Positionen die man ändern müsse und könne. Die Machtspielchen seien wenig produktiv. Den Verkehrsverbund dürfe man nicht zerreden und zum Spielball von Dilettanten werden lassen.

Der Vertreter der IWS (Interessengemeinschaft der Würzburger Straßenbahn), mahnte an, dass die Verantwortlichen die Fragen beantworten müssen „Was wollen wir mit dem ÖPNV und was ist er uns wert?“ Es wurde bedauert, dass sich kein Vertreter der WSB einfand trotz Einladung. Punkte gibt es genug die einer Klärung bedürfen, vom Bahnhof über die gelplante Erweiterung der Straßenbahn in Grombühl zum ZIM/ZOM über die Linie 6 über die Fahrpreise und dem Fahrplanchaos bei der Baustelle im Sommer in Heidingsfeld oder auch aktuell die Sicherheit. Ein teurer Nahverkehr mit immer weniger Leistung hat jedenfalls keine Zukunft wie der aktuelle Rückgang der Verkauf der Zeitkarten zeigt.

Die Teilnehmer der Versammlung einigten sich darauf, dass die Grundstücke gegenüber des Bahnhof nicht verkauft werden, sondern für eine Entwicklung des Bahnhofes benötigt werden.