Wir wollen Frieden in der Gemarkung

Denn dieser ist nach unserer Auffassung gestört. Gestört durch eine Interessenvertretung, die über ein normales Maß hinaus geht, für ein gewünschtes überdimensioniertes Stadion der Kickers. Und wohl auch mit einer Verknüpfung geschäftlicher Interessen einher geht.

 

Zuerst aber einmal ein paar Gedanken zu einigen der vielfältigen Argumenten der letzten Zeit:

  • Rothenburg und Heidelberg werden bestimmt nicht besucht weil sie eine Fußballmannschaft in der Bundesliga haben
  • da müsste ja Hoffenheim ein angesagter Tourismusort sein
  • die Wertschöpfung durch den Fußball bewegt sich im Bereich von zwei Bier und einer Bratwurst pro Besucher
  • der Rest ist Handel mit Legionären und private und öffentliche Finanzierung
  • die Aufwendungen für Polizei und öffentliche Sicherheit übertreffen die sogenannte Wertschöpfung bei weiten, abgesehen von den Schäden in öffentlichen Verkehrsmittel und ÖPNV-Stationen

 

Jetzt aber ein praktikabler Vorschlag:

 

in der Diskussion um das Kickers-Stadion zeigen sich zwei Alternativen ab, die beide nicht gut sind für Würzburg:

1. Eine Verlagerung nach Dettelbach-Bahnhof, bzw. Mainfrankenpark würde den traditionellen Standort Würzburg verlassen und wohl auch den Verlust eines wichtigen Steuerzahlers bedeuten (Flyer-Alarm), zudem dazu schon intensive Gespräche geführt wurden.

  1. Verbleib am jetzigen, beengenden, Standort mit all seinen Problemen  – Wassereinzugsgebiet, welches nicht beeinträchtigt werden sollte – fehlende rund 5000 Parkplätze – Konfliktpotenzial botanischer Garten – Anwohner im angrenzenden Wohngebiet – Zu- und Abfahrten bei Veranstaltungen – in dieser Phase keine sichere Erreichbarkeit für Notfälle – keine Erweiterungsmöglichkeiten – konkurrierende Veranstaltungen um die Parkplätze (Freibad, botanischer Garten)

Aus all diesen Gründen sollte der Ausbau des jetzigen Standortes nicht weiter verfolgt werden. Zumal es schon vor 50 Jahren große Zweifel deswegen gab.

Die Lösung: „Sportpark Faulenberg“

– wie schon einige Stadträte vorgedacht haben wäre dies eine Möglichkeit mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen

– die Bima verkauft in naher Zukunft das Gelände an die Stadt Würzburg

– es wäre Platz für ein Stadion für verschiedene Sportarten

– es wäre Platz für eine Multifunktionshalle (Basketball, Handball, Veranstaltungen)

– es wäre Platz für einen Parkplatz und nicht für jede einzelne Sportart einen separaten Parkplatz

– es wäre Platz für eine Grünanlage und für Flächen um im Freien etwas zu veranstalten

– alles wäre verkehrlich gut angeschlossen, auch mit ÖPNV machbar

Und die Finanzierung ist auch ganz einfach: die Stadt Würzburg ist alleiniger Bauherr, alle Sponsoren von Dallenbergbad-Stadion, Halle an der Grombühlbrücke etc. steuern ihren Teil bei. Für diese finanzielle Beiträge gibt es dann Spielrechte im Stadion und der Halle, für rund 10 Jahre festgelegt, was die hohen Summen die bisher genannt wurden rechtfertigt  und Würzburg hat wieder seinen Frieden und die Kickersmannschaften können auf dem angestammten Platz trainieren, denn dort würden alle weiteren Plätze dem Stadion-Neubau zum Opfer fallen.

Eckhard W. K. Beck